<?xml version="1.0" encoding="UTF-8" standalone="yes"?>
<?xml-stylesheet href="http://beweglich.twoday.net/rss2html.xsl" type="text/xsl"?>
<rdf:RDF 
  xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#" 
  xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
  xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
  xmlns:cc="http://web.resource.org/cc/"
  xmlns="http://purl.org/rss/1.0/"
> 

  <channel rdf:about="http://beweglich.twoday.net/">
    <title>...auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man etwas schönes bauen... : Rubrik:Ausgegraben - über Eltern und ihre Kinder</title>
    <link>http://beweglich.twoday.net/</link>
    <description></description>
    <dc:publisher>Marathy</dc:publisher>
    <dc:creator>Marathy</dc:creator>
    <dc:date>2009-04-06T15:57:34Z</dc:date>
    <dc:language>en</dc:language>
    <sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
    <sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
    <sy:updateBase>2000-01-01T00:00:00Z</sy:updateBase>
    
    <image rdf:resource="http://static.twoday.net/icon.gif" />
    <items>
      <rdf:Seq>
            <rdf:li rdf:resource="http://beweglich.twoday.net/stories/5629615/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://beweglich.twoday.net/stories/5116716/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://beweglich.twoday.net/stories/5116637/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://beweglich.twoday.net/stories/5116617/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://beweglich.twoday.net/stories/5116590/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://beweglich.twoday.net/stories/5116585/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://beweglich.twoday.net/stories/5116565/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://beweglich.twoday.net/stories/5116481/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://beweglich.twoday.net/stories/5116447/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://beweglich.twoday.net/stories/5116435/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://beweglich.twoday.net/stories/5116422/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://beweglich.twoday.net/stories/5115516/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://beweglich.twoday.net/stories/5115367/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://beweglich.twoday.net/stories/5111330/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://beweglich.twoday.net/stories/5110076/" />

      </rdf:Seq>
    </items>
  </channel>

  <image rdf:about="http://static.twoday.net/icon.gif">
    <title>...auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man etwas schönes bauen...</title>
    <url>http://static.twoday.net/icon.gif</url>
    <link>http://beweglich.twoday.net/</link>
  </image>

  <item rdf:about="http://beweglich.twoday.net/stories/5629615/">
    <title>Die Sache mit meiner Mutter</title>
    <link>http://beweglich.twoday.net/stories/5629615/</link>
    <description>Meine Mutter ist im Januar 2008 nach S. gezogen. Dort hat sie kein Festnetz - nur ein Handy. Und sie hat auch keine Adresse hinterlassen - weder bei mir, noch bei meinem Vater. Damit er ihr aber ihre Post hinterherschicken kann, hat sie eine Postfachadresse. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Wochen, bevor meine Mutter nach S. zog, hat sie mich besucht. Es ging mir gar nicht gut dabei - das innere Kind war sehr zornig und traurig darüber, dass die Mutter sich so einfach aus dem Staub machte. &lt;br /&gt;
Sie hat ein heruntergewirtschaftetes Haus hinterlassen, mit total versiffter Küche und vollgehamsterten Kühl- und Gefrierschränken. Konserven, die bereits über ein Jahr abgelaufen waren. Unvorstellbar. Und ein seltsames Gefühl, wenn man als Tochter einsehen muss, dass die Mutter offensichtlich ein psychisches Problem hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zweimal im Jahr ruft sie an - einmal davon war zu meinem Geburtstag, an dem sie mich fragte, wie alt ich denn nun geworden sei. &lt;br /&gt;
Das zweite Mal war Weihnachten. Jedes Mal, wenn sie anruft, bekomme ich augenblicklich Schweißhände, mein Darm rumort, ich könnte mich übergeben. Aufregung - und dieser Zwiespalt, einerseits etwas von ihr zu wollen (Liebe, Zuwendung, Antworten), andererseits die Nase voll davon zu haben, in ihre Muster hineingezogen zu werden. Und schon sind wir wieder in dem alten Rollenverhalten - meine Mutter die &quot;Allmächtige&quot;, ich das kleine, nutzlose &quot;Ding&quot;. &lt;br /&gt;
Wie auch immer, dieses Mal schaffte ich es tatsächlich, ihr zu sagen, dass ich sie gerne öfter sehen würde als nur einmal im Jahr (wenn es hochkommt). Immerhin weiß ich, dass sie regelmäßig ihren Vater und ihren Bruder sowie einige ihrer Freunde hier besucht, und ich bat sie darum, mich doch einfach in ihre Besichtigungstour mit aufzunehmen. O-Ton: &quot;Tja, dafür sind 350 Kilometer einfach zu weit. So kommen wir nicht voreinander. Du kannst ja anrufen, wenn Du was willst.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gut, damit ist die Rangordnung ja klar. Sie will (und / oder kann) einfach nicht aus ihrer Haut. &lt;br /&gt;
Ist einerseits schmerzlich, das zu hören, andererseits bestärkt es mich nur in meinem Willen, jetzt endlich den Kontakt zu versagen, abzubrechen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn sie eines Tages vor meiner Tür stünde und bereit wäre, tatsächlich über das Vergangene zu sprechen und neu anzufangen, wäre ich die letzte, die ihr das versagte. &lt;br /&gt;
Doch bis dahin möchte ich sie nicht mehr sprechen.</description>
    <dc:creator>Gänsekraut</dc:creator>
    <dc:subject>Ausgegraben - über Eltern und ihre Kinder</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Gänsekraut</dc:rights>
    <dc:date>2009-04-06T15:27:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://beweglich.twoday.net/stories/5116716/">
    <title>28.08.2005, 0:30 Uhr</title>
    <link>http://beweglich.twoday.net/stories/5116716/</link>
    <description>&quot;Gewußt habe ich es ja bereits am 02.11.2001, aber der Beschluß kam schriftlich nochmal am 06.11.2001: Prozesskostenhilfe wurde am 02.11.2001 bewilligt und meine Eltern, die seinerzeit ein Jahreseinkommen von gut neunzigtausend Euro netto (!) hatten, wurden im selben Verfahren dazu verurteilt, mir 1000,00 DM Unterhalt rückwirkend zum 01.09.2001 für die gesamte Dauer meiner Ausbildung (also zwei Jahre lang) zu zahlen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vier Jahre ist es nun her, daß ich meine Eltern auf Unterhalt verklagt habe - erfolgreich. Etwas erstaunlich finde ich doch, daß ich nach dieser Klage kein Wort mehr geschrieben habe - das möchte ich gern wieder ändern. &lt;br /&gt;
Ich habe meine Erstausbildung mit Spaß beendet; ein Abschlußzeugnis mit der Note 2,0 bestätigt dies. Jetzt bin ich &quot;staatlich geprüfte kaufmännische Assitentin für das Fremdsprachensekretariat&quot;. Was für eine Bezeichnung.&lt;br /&gt;
Danach bin ich gleich auf&apos;s Hessenkolleg, und auch dort hatte ich bislang (also die letzten vier Halbjahreszeugnisse) immer einen Schnitt um 2. Wennich dann die gegnerische Anwaltsdarstellung von damals nochmal durchblättere und etwas lese von &quot;leicht beeinflußbar&quot; und &quot;keine Ausbildung zu Ende bringen&quot; weil &quot;zu Wechselhaft&quot;, dann muß ich das doch entschieden ablehnen. &lt;br /&gt;
Ich werde mein Abi machen, und auch meine Heilpraktikerausbildung, die insgesamt zwei Jahre dauert und nun noch drei Monate geht, zu Ende bringen. Irgendwann werde ich mich auch zur Prüfung anmelden und sie - hoffentlich - bestehen. &lt;br /&gt;
Natürlich habe ich auch heute noch meine Selbstverletzungsphasen, aber, wer hätte das gedacht, ich habe auch einen lieben Mann an meiner Seite. &lt;br /&gt;
Von Kitty habe ich seit vier Jahren nix mehr gehört - sie ist mir eigentlich sehr wichtig, und ich will den Kontakt wiederhaben. Genauso wie den Kontakt zu Daniel... (der ja der &lt;a href=&quot;http://beweglich.twoday.net/stories/5110076/&quot;&gt;Stein des Anstoßes&lt;/a&gt; war). Ich habe schon den Ehrgeiz, daß er Bauklötze staunt, wenn er das nächste Mal von mir hört...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was mich zur Zeit beschäftigt, ist, daß ich mich bei Herrn L. vom Kinderschutzbund gern bedanken möchte. &lt;br /&gt;
Und die Trennung von meinen Eltern (nein, nicht zwischen mir und meinen Eltern, sondern meine Eltern haben sich getrennt... Und das bekommt man dann pünktlich kurz vor Weihnachten aufgetischt!). Irgendwie habe ich immer gewußt, daß es mal so kommt, aber... nun, der Haupttenor für mich liegt zur Zeit darauf, daß ich sehe, daß meine Mutter mit meinem Vater genau die gleiche Nummer abzieht, die sie mit mir abgezogen hat: Erst schmeißt sie ihn raus und dann läßt sie ihn um alles betteln. Er durfte seinen Haustürschlüssel abgeben, mußte in eine andere Wohnung ziehen und bekommt seine Sachen nicht (und dabei zahlt er auch immernoch für das Haus, in dem jetzt meine Mutter wohnt und sich irgend so einen Typen reingeholt hat, die Raten ab!).&lt;br /&gt;
Das geht so weit, daß ICH von meinem Mini-Bafög-Gehalt losgehe und meinem Vater einen Wäschekorb voll Haushaltsartikel (Geschirr, Besteck, eine Schüssel... das Nötigste halt) kaufe! Und dann erzählt meine Mutter mir, ich hätte eine &quot;verzerrte Wahrnehmung&quot;...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich denke, ich schreibe ein anderes Mal weiter - irgendwo gibt es hier eine Mücke, und ich bekam gerade mindestens sechs Stiche. *grmpf*&lt;br /&gt;
Bis bald!&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Abitur habe ich 2006 mit 2,2 bestanden. Die Heilpraktikerprüfung steht noch aus (ich arbeite daran).&lt;br /&gt;
Schulden habe ich heute keine mehr.</description>
    <dc:creator>Gänsekraut</dc:creator>
    <dc:subject>Ausgegraben - über Eltern und ihre Kinder</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Gänsekraut</dc:rights>
    <dc:date>2008-08-11T09:29:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://beweglich.twoday.net/stories/5116637/">
    <title>26.10.2001</title>
    <link>http://beweglich.twoday.net/stories/5116637/</link>
    <description>&quot;Am Mittwoch Vorladung für den 02.11.2001 erhalten. &lt;br /&gt;
Am Donnerstag das Schreiben erst meiner Klassenlehrerin vorgelegt, damit sie mich für den Gerichtstermin entschuldigt, dann zur Telefonzelle gegangen und meine Anwältin angerufen, um sie zu fragen, wie das ablaufen wird. Sie sagte mir, daß meine Eltern, deren Anwalt und sie selbst auch anwesend sein werden, und daß es erstmal um die Prozeßkostenbeihilfe gehen wird: Entweder, der Antrag wird abgelehnt, dann würde man uns raten, die Klage fallen zu lassen, oder der Antrag wird angenommen, und dann geht es weiter. &lt;br /&gt;
Aber sie denkt, daß sich da schon eine Einigung erzielen lassen wird. &lt;br /&gt;
Weiterhin sagte sie mir noch, daß sie diesbezüglich auch schon etwas diktiert hat, was ich in den nächsten Tagen erhalten müsste. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin total neben der Spur. Jetzt wird es ernst. Seit Wochen telefoniere ich stundenlang mit jedem, der anruft (Telefon ist inzwischen abgestellt), rede mir von der Seele, was mich beschäftigt, verschaffe mir kurzzeitig erleichterung. Dennoch versetzt mir die Aufregung, meine Eltern jetzt wieder zu sehen, und auch noch vor Gericht, noch einen zusätzlichen Schub..... ich kann kaum noch gerade denken.&quot;</description>
    <dc:creator>Gänsekraut</dc:creator>
    <dc:subject>Ausgegraben - über Eltern und ihre Kinder</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Gänsekraut</dc:rights>
    <dc:date>2008-08-11T09:22:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://beweglich.twoday.net/stories/5116617/">
    <title>21.10.2001</title>
    <link>http://beweglich.twoday.net/stories/5116617/</link>
    <description>&quot;So, da bin ich also wieder im Lande. Wie es mir in Frankreich erging, habe ich ja schon in etwa beschrieben. Fest steht, daß es auch viel Arbeit war, und ich dem entsprechend auch noch im Eimer bin (deshalb versuche ich auch, mich kurz zu fassen). &lt;br /&gt;
Tja, wie schon beschrieben, bin ich jetzt ganz gut in die Klasse integriert (zum Glück hat mir Frau S. das Geld geliehen), und irgendwie... freue ich mich direkt darauf, morgen in die Schule zu gehen!! Außerdem habe ich ja Simones Nummer...&lt;br /&gt;
Was meine Gefühlswelt angeht, so komme ich damit natürlich noch nicht so 100%ig klar... aber vielleicht gibt es ja &apos;mal die Gelegenheit, mit Simone über sowas zu reden.&lt;br /&gt;
Zu Hause gibt es bislang nix Neues - bis auf (natürlich!) Rechnungen und Mahnungen (noch zwei Wochen, dann schulden mir meine Eltern schon 3825,00 DM...) und der Stellungnahme vom Kinderschutzbund. Das Jugendhilfswerk hat bei mir angerufen... nur leider weiß keiner, was die wollten. Ich hoffe, daß sie es morgen Nachmittag nochmal probieren... *Daumen drück*&lt;br /&gt;
Außerdem muß ich der Autoversicherung noch schreiben, und wir müssen unseren Vermietern klar machen, daß das mit der Mietkaution noch eine Weile dauert... &lt;br /&gt;
Irgendwie... scheiße finde ich das. Ich wünsche meinen Eltern, daß es ihnen auch &apos;mal so ergeht, wie mir jetzt...&lt;br /&gt;
Natürlich hat Thomas es letzte Woche nicht geschafft, beim Sozi aufzukreuzen. Und natürlich hat er auch bei der Caritas die entsprechende Dame noch nicht erreicht... Aber das macht ja nix, wir ham&apos;s ja... &lt;br /&gt;
Mal sehen, ob er es nächste Woche wenigstens schafft, unsere Miete für Oktober (!) zu bezahlen. Und den Schlüssel der alten Wohnung sollten wir auch unbedingt zurück geben.... Und ich schreibe diese Woche noch zwei Arbeiten: Französisch und Wirtschaft. Wie man sieht, ist viel zu tun. Da ich jetzt auch noch schnell meine Mails abfragen will, werde ich für heute mal mein Geschreibsel beenden (davon steht morgen bestimmt noch genug an...). &lt;br /&gt;
Also hoffen wir mal - wie immer - das Beste un dbegeben uns wieder an die Arbeit... bis demnächst!&quot;</description>
    <dc:creator>Gänsekraut</dc:creator>
    <dc:subject>Ausgegraben - über Eltern und ihre Kinder</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Gänsekraut</dc:rights>
    <dc:date>2008-08-11T09:07:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://beweglich.twoday.net/stories/5116590/">
    <title>20.10.2001 irgendwo zwischen Koblenz und Frankfurt (oder so)</title>
    <link>http://beweglich.twoday.net/stories/5116590/</link>
    <description>&quot;Da mir eh gerade langweilig ist, schreibe ich mal. &lt;br /&gt;
Tja, nun bin ich also mitgefahren nach Frankreich. Und ja, es hat mir wider erwarten gut getan. Obwohl es scheiße war (na ja... es ging). Aber die Klase in sich ist sehr gut zusammengewachsen, und das gibt mir Halt. Jetzt werde ich mir nur noch meine &quot;Schulpolizei&quot; zulegen, die darauf achtet, dass ich auch regelmäßig komme, dann kann mir eigentlich nix mehr passieren. Spezifisch näher kennengelernt habe ich eigentlich alle, aber ein besonderes Augenmerk gilt Simone. Wir haben ziemlich viele Gemeinsamkeiten, und ich fühle mich seit langem nicht mehr so alleine....&quot;</description>
    <dc:creator>Gänsekraut</dc:creator>
    <dc:subject>Ausgegraben - über Eltern und ihre Kinder</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Gänsekraut</dc:rights>
    <dc:date>2008-08-11T09:06:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://beweglich.twoday.net/stories/5116585/">
    <title>12.10.2001</title>
    <link>http://beweglich.twoday.net/stories/5116585/</link>
    <description>&quot;Diakonisches Werk angerufen wegen der Möglichkeit eines Vorschusses. &quot;Wir vergeben grundsätzlich keine Darlehen. Wir haben zwar so einen hilfstopf, aber der ist leer und wird auch erst wieder im Januar oder Februar aufgefüllt... Aber versuchen Sie es doch einmal bei der Caritas!&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Caritas angerufen. Zuständiger Mitarbeiter nicht da; erst wieder am Montag Vormittag erreichbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sozi angerufen; Termin für Dienstag gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nochmal beim Gericht angerufen. &quot;Erfahrungsgemäß läuft bei einer Unterhaltsklage gar nichts unter zwei Monaten; unter drei Monaten wird es schwierig...&quot;&quot;</description>
    <dc:creator>Gänsekraut</dc:creator>
    <dc:subject>Ausgegraben - über Eltern und ihre Kinder</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Gänsekraut</dc:rights>
    <dc:date>2008-08-11T08:48:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://beweglich.twoday.net/stories/5116565/">
    <title>09.10.2001</title>
    <link>http://beweglich.twoday.net/stories/5116565/</link>
    <description>&quot;Tja, da bin ich mal wieder. Es ist jetzt 11:50 Uhr, die Herbstferien sind bald vorbei und vom Gericht habe ich bislang noch nix gehört bzw. gelesen - jedenfalls nicht von meinem. &lt;br /&gt;
Das Einschreiben neulich kam vom Amtsgericht - die Autoversicherung will jetzt ihre Beträge eintreiben. Genauso wie die Krankenkasse... beiden habe ich dann vor einer Woche die Sachlage geschrieben; der Autoversicherung heute ein zweites Mal. Tja, wo nix ist.....&lt;br /&gt;
Bin gespannt, ob ich nun doch nach Frankreich mitfahren muß, und wenn ja, wovon....&lt;br /&gt;
Zum Glück bekommt Thomas regelmäßig Geld. So haben wir wenigstens ein Dach über dem Kopf...&lt;br /&gt;
Oh, ich sehe gerade durch ihr offenes Badfenster, wie unsere Nachbarin ihre Wäsche über der Dusche trocknet... irgendwie hatte ich gestern schon sowas gesehen, daß die ihre Wäsche überall trocknet, nur nicht auf&apos;m Wäscheständer... ob mich das an jemanden erinnert?... *in die Luft guck* ...nö!&lt;br /&gt;
Ich hab&apos;s mir abgewöhnt...&lt;br /&gt;
Letztes Wochenende waren Walter und Michi hier. Das war schön! Ich mag Walter. Walter und Thomas haben gequatscht und Michi und ich haben uns - mti einer Schachtel Pralinen und einer Flasche Erdbeersekt - ausgequatscht. Bin sehr gespannt, ob sie demnächst hierher zieht... ein Wohnungsangebot hat sie schon! :)&lt;br /&gt;
Ich denke, es würde ihr guttun... einfach mal etwas ganz anderes machen... und schließlich ist sie ja nicht allein! Man könnte auch sagen: Back to the roots...&lt;br /&gt;
Na, und außerdem bin ich natürlich gespannt, wann Walter hier Einzug erhält für einen Erholungsurlaub... und vor allem, wie das werden wird! zur Not wandere ich halt aus...&lt;br /&gt;
&quot;Möderchen&quot; (unsere Untermieterin) bekommt jetzt auch  Post vom Rechtsanwalt, habe ich gesehen. Nicht, daß ich neugierig wäre... aber was mag sie bloß angestellt haben? Hmm... sonst bekommt sie immer &quot;nur&quot; Post von ominösen Astro-Shops und Wahrsagerinnen. Wer weiß, vielleicht ist die Weissagung ja nicht eingetroffen... *lol*&lt;br /&gt;
Am Sonntag Nachmittag stand unser Vormieter (Polizist!) in Arbeitskluft vor der Tür. Was die Leute immer denken müssen... Jedenfalls fühlten wir uns nicht so richtig in der Lage, aufzumachen, da hat er bei &quot;Möderchen&quot; geklingelt und uns einen Zettel geschrieben. Er möchte noch Geld für das Laminat haben, das er drin gelassen hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gestern, während ich mit Thomas in der Stadt war, hat es ein kleiner Vogel irgendwie geschafft, durch mein gekipptes Fenster reinzufliegen. Natürlich hat meine Katze (und vielleicht auch mein Kater) ihn total zerfetzt... ich habe das arme Tier dann auf dem Komposter &quot;beerdigt&quot;. Was der wohl hier wollte?! (...bestimmt mal ausnahmsweise jemand, der kein Geld wollte.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit einer Woche warten wir auf die Rückkehr unserer Sperrmüllkarten... (ob man die für die Rückantwort wohl frankieren mußte?...*grübel*)&lt;br /&gt;
Die Blume, die Katja mir geschenkt hat, muß man auch jeden Tag gießen. Hat zwar grad&apos; nix mit dem Thema zu tun, aber das fiel mir gerade so ein bzw. auf. &lt;br /&gt;
Morgen habe ich um 17:00 Uhr eine Reitstunde - natürlich wieder bei Tanja. Ab nächste Woche ist Petra wieder da... (ich wünsche mir, ich auch!). Aber morgen muß ich wohl wieder den armen Ulfur quälen... (&quot;Jetzt benutz&apos; doch endlich mal die Gerte...&quot; &quot;Patsch! Das muß richtig klatschen!...&quot; &quot;Der darf den Kopf nicht so niedrig halten, und schon gar nicht sollst Du ihn so mit den Schenkeln treiben; das sieht einfach nicht aus! Also nimm&apos; die Zügel kürzer und klatsch&apos; ihn mal mit der Gerte so richtig...&quot;) Irgendwann beende ich meine Reitstunde wegen ihr nochmal vorzeitig. Oder ich steige vom Ulfur und brate ihr &apos;mal so eins mit der Gerte über... so eine dämliche Kuh! Der arme Ulfur wird bestimmt den ganzen Tag nur geschlagen. Deshalb möchte ich ihn schnell kaufen...&lt;br /&gt;
Soviel dazu.&lt;br /&gt;
Aya geht es zur Zeit soweit ganz gut, und auch mein Seelenleben scheint sich gerade wieder etwas einzurenken. &lt;br /&gt;
Mit Thomas läuft es einigermaßen - manchmal wünsche ich mir halt, daß er mich beim ersten Wink, der ihm signalisiert, daß er mich in Ruhe lassen soll, auch in Ruhe läßt. Aber das scheint wohl sehr schwer für ihn zu sein... So ist das, wenn man nicht wie ein Uhrwerk funzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soo... ich muß dann mal zusehen, daß ich Sarah-Lena wegen Französisch erreiche...&lt;br /&gt;
und hoffe weiter, daß sich bei Gericht etwas entscheidet. Es sind ja erst 2550,00 DM, die meine Eltern mir schulden... Noch drei Wochen, dann sind es schon 3825,00 DM...&lt;br /&gt;
Und ich drücke die Daumen, daß das mit Michis Wohnungswechsel rundum klappt.&quot;</description>
    <dc:creator>Gänsekraut</dc:creator>
    <dc:subject>Ausgegraben - über Eltern und ihre Kinder</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Gänsekraut</dc:rights>
    <dc:date>2008-08-11T08:18:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://beweglich.twoday.net/stories/5116481/">
    <title>02.10.2001 (2)</title>
    <link>http://beweglich.twoday.net/stories/5116481/</link>
    <description>&quot;Puh! Nachdem ich jetzt meine Mappe auf Vordermann gebracht und heute (fast pünktlich wie die Mondin) meine Tage bekommen habe, geht es mir wieder ganz gut. Es ist so schönes Wetter draußen...&lt;br /&gt;
Das Windspiel von Michi hängt seit gestern Abend am Balkon - &quot;Christian&quot; war wieder da und hat sich beschwert. Naja, jezt hängt es &quot;da hinten&quot;, aber &quot;bimmeln&quot; tut es trotzdem noch... *g*&lt;br /&gt;
Apropos Michi. Ich habe mit ihr ausgemacht, daß wir uns nächstes Wochenende treffen, um gewisse Sachen aufzuarbeiten... Ich hoffe, daß dann endlich mal ein freundschaftklärendes Gespräch möglich ist. Wenn sie kommt...&lt;br /&gt;
Am Donnerstag um 18.00 Uhr habe ich eine Reitstunde. Diesmal bei Tanja; Petra ist ja in den Ferien... Aber Ulfur und ich machen eh&apos; was wir wollen!&lt;br /&gt;
Im Moment besteht reger Kontakt zu Aya. Wir schreiben uns (fast) jeden Tag, und irgendwie mag ich sie. Ich habe auch ein Foto von ihr, und demnächst werde ich ihr mit der Post wohl eins von mir nach D. schicken...&lt;br /&gt;
Vielleicht treffen wir uns bald in W.. *freu*&lt;br /&gt;
Da wir ja so ziemlich einen Nenner haben, kann da ja eigentlich nichts schiefgehen. :)&lt;br /&gt;
Nächste Woche muß ich mal Sarah-Lena anrufen; wir müssen noch Französisch machen. &lt;br /&gt;
Heute waren wir - Thomas und ich - ja beim Kinderschutzbund. Herr L. und ich haben uns gleich wiedererkannt. Er sagte viel - unter anderem, daß er von Anfang an das Gefühl hatte, daß meien Eltern mich als Geldquelle mißbrauchen (-&gt; Kindergeld, Kinderfreibeträge und, und, und...) und mich als solche - und auch nur als solche - nicht verlieren wollten (da mein Vater ja auch noch durch den öffentlichen Dienst gewisse Zuschläge und steuerliche Vorteile für mich bekommt).&lt;br /&gt;
Aber er machte mir auch Mut und sagte, daß ich mich gar nicht so sehr darum kümmern sollte, was sich die Anwälte da schreiben, da ich mich eh nur viel zu sehr darüber aufregen würde, und daß es vor allem in dieser Zeit sehr wichtig ist, daß ich mir etwas gönne...&lt;br /&gt;
Und er bot an, daß ich natürlich jederzeit mit jeglichen Problemen wieder zu ihm kommen könne, wenn ich reden wollte. Ich denke, ich werde ihn nochmal fragen, wer mir meine Rechnungen erstmal bezahlt...&lt;br /&gt;
(Es ist wirklich nicht schön, wenn man andauernd herumtelefoniert, sich offenbart, um Aufschub bittet, dennoch Mahn- und Vollstreckungsbescheide bekommt und von der Krankenkasse - fast - rausgeschmissen wird...)&lt;br /&gt;
So, soviel zu meinem Seelenleben momentan. An die Versicherungen habe ich gestern geschrieben, daß und warum ich nicht zahlungsfähig bin im Moment. Den Sperrmüll haben wir gestern auch (endlich!) mal bestellt...&lt;br /&gt;
Heute kam von der Krankenkasse ein Schreiben, daß meine Sache beim Gericht liegt. An sich dürfte das nichtig sein, da mein Schreiben gestern raus ging....&lt;br /&gt;
So. Ich werde mich jetzt auf die Toilette begeben und danach ein dickes Tiramisu-Eis essen... mit Thomas zusammen. Wenn wir schon kein Geld haben.....&quot;</description>
    <dc:creator>Gänsekraut</dc:creator>
    <dc:subject>Ausgegraben - über Eltern und ihre Kinder</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Gänsekraut</dc:rights>
    <dc:date>2008-08-11T07:57:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://beweglich.twoday.net/stories/5116447/">
    <title>02.10.2001 (1)</title>
    <link>http://beweglich.twoday.net/stories/5116447/</link>
    <description>&quot;Heute war ich beim Kinderschutzbund und habe mit Herrn L. geredet. Thomas war auch dabei, weil er sich dafür interessierte. &lt;br /&gt;
Wir haben die Geschichte nochmal aufgerollt, und Herr L. ist nach wie vor bereit, etwas dazu zu schreiben (vorrangig über die Tatsache, daß es damals schon sehr tief verwurzelte Differenzen gab, und daß meine Eltern damals schon mit einer &quot;...unglaublichen Härte und Konsequenz&quot; zu absolut keiner Einigung zu bewegen waren, was die Finanzierung meiner Ausbildung betrifft). Allerdings hält er es aufgrund der Tatsache, daß meine Eltern (vor allem meine Mutter) ihn damals schon als &quot;bösen Menschen&quot; hinstellte(n), der nur versuchen würde, unsere Familie zu splitten (!), für &quot;taktisch klüger&quot;, wenn meine Anwältin ihn diesbezüglich anschreibt. &lt;br /&gt;
Eben habe ich sie angerufen und ihr die Lage geschildert. Ich bat sie darum, Herrn L. anzuschreiben, und sie ließ sich von mir die Adresse geben. &lt;br /&gt;
Sie sagte mir auch, daß sie (vor allem aufgrund der Masse) nicht alle Unterlagen an das Gericht weitergereicht hat (um &quot;...den Richter da nicht zu verunsichern und durcheinander zu bringen&quot;). Sie hätte halt ein paar Zeugnisse nachgereicht, und so hätten wir eben &quot;eine Linie drin&quot;. &lt;br /&gt;
Sie meinte, sie habe auch etwas diktiert, das ich in den nächsten Tagen erhalten müßte.&quot;</description>
    <dc:creator>Gänsekraut</dc:creator>
    <dc:subject>Ausgegraben - über Eltern und ihre Kinder</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Gänsekraut</dc:rights>
    <dc:date>2008-08-11T07:51:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://beweglich.twoday.net/stories/5116435/">
    <title>01.10.2001</title>
    <link>http://beweglich.twoday.net/stories/5116435/</link>
    <description>&quot;Heute Morgen habe ich beim Kinderschutzbund angerufen und hatte auch prompt Herrn L., mit dem ich vor drei Jahren schon Kontakt hatte (ich stand schon einmal kurz davor, meine Eltern auf Unterhalt zu verklagen, hatte mich aber damals von meiner Mutter überzeugen lassen, daß der Kinderschutzbund ganz böse sei und versuchen würde, Eltern und ihre Kinder auseinander zu bringen...), am Apparat. Er konnte sich auch noch an mich erinnern. &lt;br /&gt;
Morgen habe ich einen Termin mit ihm. Er ist bereit, die Sache nochmal aufzufrischen und Stellung zu beziehen - auch schriftlich - für meine Anwältin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich war heute bei ihr. Sie selbst habe ich nicht gesehen, aber ich habe dort für sie einen Haufen Kopien von sämtlichen meiner originalen Unterlagen machen lassen und ihr eine persönliche, schriftliche Stellungnahme meinerseits sowie ein &quot;Informationsblatt&quot; von mir über die einzelnen Dokumente (und deren Sinn) übergeben lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem habe ich noch bei der Psycho-Tante angerufen und ihr auf den Anrufbeantworter gequatscht. Jetzt warte ich auf ihren Rückruf, um mir einen Termin bei ihr geben zu lassen.&quot;</description>
    <dc:creator>Gänsekraut</dc:creator>
    <dc:subject>Ausgegraben - über Eltern und ihre Kinder</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Gänsekraut</dc:rights>
    <dc:date>2008-08-11T07:44:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://beweglich.twoday.net/stories/5116422/">
    <title>30.09.2001</title>
    <link>http://beweglich.twoday.net/stories/5116422/</link>
    <description>&quot;Gestern hatten wir unsere Party. Kitty war auch da! Ich fand es toll, sie wiederzusehen. Verändert haben wir uns, glaube ich, beide nicht... wir sind zusammen noch genauso albern wie vorher. &lt;br /&gt;
Ich fand es auch toll, daß Patricia da war - die habe ich auch ziemlich vermißt. Ich hoffe, daß das mit Walter und ihr nochmal was gibt...&lt;br /&gt;
Helmut und Michi waren auch da. Ich hoffe, daß sie wenigstens nächstes Wochenende mal hier übernachtet.&lt;br /&gt;
Leider sind gestern irgendwie alle schnell verschwunden, und es ist viel übrig geblieben. Da wird wohl eine Restevernichtungsparty fällig...&lt;br /&gt;
Heute ist Thomas in Bad Wildungen, was aufbauen. So hatte ich Zeit, selbst noch eine Stellungnahme zu schreiben, die mir unter den Nägeln brannte (die Gegendarstellung des gegnerischen Anwalts ist mittlerweile eingetroffen, und es ist echt haarsträubend, was sich meine lieben Eltern da alles aus den Fingern gesogen haben....... Da weiß ich wirklich nicht, ob ich laut lachen oder heulen soll, ob ich mich von dieser Fantasie beeindruckt zeigen soll oder ob es einfach nur lächerlich ist.... Soviel zum Thema: Wir brauchen _dringend_ einen Lebenslauf für die &quot;Familienkasse&quot;....).&lt;br /&gt;
Sonst streiten die sich noch über nicht existente Sachen...&lt;br /&gt;
Morgen werde ich dann wohl zu meiner Anwältin gehen; evtl. noch zum Kinderschutzbund, und dann bei einer Psychotante anrufen. Bis dahin werde ich mich ruhen...&quot;</description>
    <dc:creator>Gänsekraut</dc:creator>
    <dc:subject>Ausgegraben - über Eltern und ihre Kinder</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Gänsekraut</dc:rights>
    <dc:date>2008-08-11T07:37:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://beweglich.twoday.net/stories/5115516/">
    <title>26.09.2001</title>
    <link>http://beweglich.twoday.net/stories/5115516/</link>
    <description>&quot;Am Montag hatte ich also meinen Vortrag mit Sarah-Lena. &quot;La religion dans notre classe&quot; hat er gehießen. Wir haben ihn am Sonntag Abend in drei Stunden vorbereitet, und dafür ist er richtig gut geworden. Er hat auch genau 45 Minuten (Vortragszeit) in Anspruch genommen. &lt;br /&gt;
In der Stunde drauf hat Frau S., unsere Klassenlehrerin und Französischlehrerin, Zettel ausgeteilt - wegen der Frankreichfahrt. Es sind jetzt 200,00 DM, die wir überweisen sollen.&lt;br /&gt;
Nach der Stunde, als alle raus waren, habe ich Frau S. gesagt, daß ich nun wahrscheinlich nicht nur das Geldproblem hätte, sondern daß es mir auch noch gut passieren kann, daß die Gerichtsverhandlung in jener Woche stattfindet, wo wir in Frankreich sind. &lt;br /&gt;
Sie guckte ziemlich verbohrt und ungläubig, und fragte mich, was das denn hieße, &quot;wahrscheinlich&quot;, weil sie ja die Klasse jetzt anmelden müsse, und wann genau der Gerichtstermin wäre, und ob ich das auch tatsächlich jetzt erst weiß... (also alles so nach dem Motto: &quot;Du hast ja eh keine Lust.&quot;). Sie meinte auch, daß sie mir die 200,00 DM vorschießen würde, und ob sie mal mit meiner Anwältin sprechen könne. &lt;br /&gt;
Ich sagte ihr also, daß noch niemand weiß, wann der Gerichtstermin sein wird, da es auch von der Stellungnahme meiner Eltern abhängt, und daß es auch sein kann, daß jener Gerichtstermin eine Woche später stattfindet, aber daß es eben noch keiner weiß, und daß, wenn ich den Termin wegen der Fahrt verschieben muß, es passieren kann, daß ich Wochen auf den nächsten Termin warte. Weiterhin sagte ich ihr, daß ich das tatsächlich erst seit heute Morgen weiß, da wir erst zur dritten hatten und ich so meine Anwältin erreicht habe, was mir am Freitag bzw. Donnerstag nicht mehr möglich war. &lt;br /&gt;
Ich sagte ihr, daß es zwar nett ist, daß sie mir die 200,00 DM vorschießen will, aber daß es ja nicht nur die 200,00 DM sind, die fehlen, sondern noch Tonnen von anderen Rechnungen bezahlt werden müssen; da ich schon länger auf Geld warte und &quot;mein&quot; Geld erst sehe, wenn die  Gerichtsverhandlung vorüber ist. Und ich sagte ihr, daß es auch nichts an den Sachen ändern würde, die sind, wie sie sind, wenn sie mit meiner Anwältin reden würde, und daß... es mir am liebsten wäre... wenn die ganze Sache schon vorbei wäre....&lt;br /&gt;
Und in dem Moment konnte ich nicht mehr und mir standen die Tränen in den Augen. &lt;br /&gt;
In dem Augenblick schien sie dann etwas verständnisvoller und meinte, sie würde das heute Abend selbst entscheiden, ob sie mich nun mitm anmeldet oder nicht. Dann trennten sich unsere Wege.&lt;br /&gt;
Darauf brauchte ich erstmal ein ungesundes Käsebrötchen... &lt;br /&gt;
Am Dienstag war es ganz okay in der Schule. Waltraud zeigte mir, wie man &quot;sich textet&quot;, und so machte Maschinenschreiben gleich viel mehr Spaß. Vielleicht macht sie mal einen Siedler-Abend mit uns... sie meinte, sid findet sowas toll.&lt;br /&gt;
Am Nachmittag hatte ich dann meine Reitstunde... auf meinem herzallerliebsten Ulfur. Ja, so ist das eben - erst kann man sie nicht leiden, und dann... Am liebsten würde ich Ulfur kaufen. Aber das dauert ja wohl noch ein paar Jahre... *wart &amp; hoff*&lt;br /&gt;
Gestern hat er mich beim Hufe-Auskratzen in den Ellenbogen gezwickt. Daraufhin habe ich ihm sein Halfter wieder angezogen und seinen Kopf weggeschubst. Aber wenn er so unschuldig guckt und mit seinen weichen Nüstern einem warm ins Ohr bläst, ist alles schnell vergessen...&lt;br /&gt;
Einfach klasse. Da merkt man richtig die Zuneigung... ich glaube, Ulfur mag mich.&lt;br /&gt;
Heute bin ich mit zuner Nase und ein wenig Halsweh aufgewacht - um viertel vor acht! Und da wir heute Sporttag haben, hielt ich es für besser, im warmen Zuhause zu bleiben. &lt;br /&gt;
Geweckt hat mich dann wieder der Postbote gegen halb zehn - ich habe wohl ein Einschreiben. Leider habe ich es nicht rechtzeitig zur Tür geschafft, sonst wüßte ich, was es ist... *mal gespannt bin aber schon ahne, daß es nix Gescheites ist...*&lt;br /&gt;
Oh nein, das erste Husten... das paßt ja, kurz vor den Ferien. Die letzte Grippe ist ja auch erst drei bis vier Wochen her...&lt;br /&gt;
Thomas hat heute wieder eine Reitstunde. Und dann ist erstmal zwei Wochen Pause - Petra ist auf Reiterfortbildung im Habichtswald... (was für mich bedeutet: zwei Reitstunden bei Tanja...).&lt;br /&gt;
So, dann werde ich mal wieder zum Schwitzen ins Bettchen gehen....&quot;</description>
    <dc:creator>Gänsekraut</dc:creator>
    <dc:subject>Ausgegraben - über Eltern und ihre Kinder</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Gänsekraut</dc:rights>
    <dc:date>2008-08-10T16:06:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://beweglich.twoday.net/stories/5115367/">
    <title>14.09.2001</title>
    <link>http://beweglich.twoday.net/stories/5115367/</link>
    <description>&quot;Heute war bzw. ist der Sprachentag in der Schule. Eingewählt hatte ich mich für indische Sprache und... weiß ich nicht mehr. Ich weiß nur ganz sicher, daß es nicht der Kurs war, in den ich dann letztendlich mit meiner Namensvetterin zusammen gesteckt wurde: Deutsch als Fremdsprache. &lt;br /&gt;
Thorsten vom Pferdehof ist auch in diesen Kurs gekommen. Wir haben uns sehr nett unterhalten; er ist sehr lieb. Wer weiß, vielleicht reiten wir ja &apos;mal zusammen aus...&lt;br /&gt;
Jedenfalls kam unsere Kursleiterin nicht. Ach, wie schade...&lt;br /&gt;
Statt dessen haben wir, nachdem wir mit unseren Quizzetteln eh nicht weiterkamen und so zwei Stunden hätten &apos;rumsitzen müssen, beschlossen, nach Hause zu gehen. &lt;br /&gt;
Ist vielleicht ganz gut so - nachdem das vorherige Musikprogramm schon dermaßen melancholisch war, daß einem die Tränen in den Augen standen...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Habe gerade bei der Familienkasse angerufen, nachdem mein Vater mir nervös und aufgekratzt am telefon erzählte, die seien umgezogen und bräuchten dringend nochmal einen detaillierten und unterschriebenen Lebenslauf sowie eine Schulbescheinigung von mir. Kam mir ohnehin schon böhmisch vor. &lt;br /&gt;
Von wegen Lebenslauf... sie hat alles und braucht nur die Schulbescheinigung! Die soll sie auch bekommen... ich werde sie ihr selber zuschicken. &lt;br /&gt;
Das muß man sich mal überlegen: Meine Eltern wissen nicht einmal, was sie ihrem Anwalt erzählen sollen, weil sie sich nicht erinnern können, was ihre eigene Tochter wann gemacht hat!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh man... ich will &apos;ne Reitstunde! Da erhole ich mich immer ganz gut...&lt;br /&gt;
Hoffentlich kommt Thomas nach der Arbeit heim; wir wollten ja noch zur Oma... bestimmt vergißt er das wieder...&lt;br /&gt;
Aber ich freue mich, wenn er es nicht vergißt.&lt;br /&gt;
Am liebsten würde ich mal wieder was mit ihm machen. Mal sehen. &lt;br /&gt;
So, ich werde jetzt was essen. Vielleicht hole ich Thomas auch von der Arbeit ab; das weiß ich noch nicht. &lt;br /&gt;
Und ich hoffe, daß sich recht bald im Punkto Urteilsfällung etwas tut...&lt;br /&gt;
Gestern habe ich - zitternder Weise - mit Frau S., meiner Klassenlehrerin, über meine finanzielle Notlage gesprochen - da ja die Frankreichfahrt und die Klassenfahrt anstehen... Sie sagte, daß die Frankreichfahrt erstmal &quot;nur&quot; 150,00 DM kosten würde. Irgendwie begreift sie nicht, daß 150,00 DM für mich ein Arsch voll Geld ist... Jedenfalls will und werde ich wahrscheinlich nicht mitfahren. Lieber bezahle ich meine Rechnungen, sofern das überhaupt geht, und bleibe bei Thomas... den ich im Moment sehr brauche. Es ist halt zum einen nicht einfach und zum anderen nicht angenehm, mit ihr darüber zu sprechen.&lt;br /&gt;
Auf daß die Welt sich ändern möge...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
PS: Warum schreibe ich das hier eigentlich? Für Nachkommen? Wenn der 3. Weltkrieg ausbricht (nachdem ja in Amerika im Moment der Bär los ist...), wird es keine geben...&quot;</description>
    <dc:creator>Gänsekraut</dc:creator>
    <dc:subject>Ausgegraben - über Eltern und ihre Kinder</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Gänsekraut</dc:rights>
    <dc:date>2008-08-10T15:08:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://beweglich.twoday.net/stories/5111330/">
    <title>05.09.2001</title>
    <link>http://beweglich.twoday.net/stories/5111330/</link>
    <description>&quot;Heute fange ich damit an. ...Womit? Na, so eine Art Tagebuch zu schreiben. Ob ich es regelmäßig machen werde... hm, weiß nicht. Wahrscheinlich nicht. &lt;br /&gt;
Ich mache es eh nur, um zu erzählen... loszuwerden... und dabei nicht in Alkohol oder Drogen zu versinken (...war eh&apos; nie mein Ding... obwohl, wie wäre es mit Pickel-Ausdrücken?...).&lt;br /&gt;
Was mich belastet?... Na zum einen mal die Sache mit meinen Eltern - schon seit fast... nun, eigentlich schon seit recht ganau 22 Jahren, 9 Monaten und zwei Wochen. Aber im Moment ist es eben akut - meine Verzweiflung darüber, alles versucht zu haben und dennoch (zumindest von ihnen) nicht geliebt zu werden, kennt einfach keine Grenzen...&lt;br /&gt;
Also bleibt mir sowieso nichts anderes übrig, als mich schlußendlich von meinen Eltern (!, vorher war es &quot;nur&quot; meine Mutter...) zu verabschieden - für die Ewigkeit.&lt;br /&gt;
Momentan lebe ich am Rande meiner Grenzen - so sehr wie noch nie. Ich weiß, daß mir, wenn ich - im wahrsten Sinne des Wortes - überleben will, nichts anderes übrig bleibt, als zu klagen. Was sollte ich noch zu verlieren haben? Aber es tut verdammt weh. Vielleicht, weil es mich zwingt, zu begreifen, was ich meinen Eltern bedeute...&lt;br /&gt;
Ich fühle mich wie eine Waage, mal auf und mal ab, recht ungleich belastet, und hin und wieder, auch ohne es zu wissen oder zu wollen, schmeißt mir jemand einen Stein auf die Schale, daß es nur so kracht.... nach unten, versteht sich. &lt;br /&gt;
Doch ich will keine Waage mehr sein... schon lange nicht mehr... ich halte das einfach nicht mehr aus...&lt;br /&gt;
Ein Vogel möchte ich sein, ein Adler, der alles sieht und dennoch FREI ist!&lt;br /&gt;
Kann man eigentlich wirklich frei sein? Wie ist das im Tod? Oder ist das einzige, was man tun kann, sich einzubilden, man sei frei? War das wirklich alles?&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
Ein Blatt haben sie ausgeteilt, heute in der Schule. &quot;Für die Eltern&quot;, haben sie gesagt. Was soll ich sagen? &quot;Ich habe keine Eltern mehr&quot;? Jedenfalls fehlt mir ein Paar Eltern - Eltern, die gucken, was ich gelernt habe, mir beistehen, ohne die Peitsche zu holen, wenn ich etwas nicht kann, und es einfach gern haben, Zeit mit mir zu verbringen!&lt;br /&gt;
Seit etwa 15 Jahren kann ich schwimmen - Mensch, was war ich da stolz drauf! Aber haben mich meine Eltern vielleicht schon einmal schwimmen gesehen? Oder reiten? Alles, was sie wirklich interessiert, ist, wo meine wunden Punkte sind, damit sie darin herumstochern können.... ich glaube, das hat man ihnen in ihrer Ausbildung so anerzogen. Selbst, wenn man sie mit der Nase &apos;draufstößt, kapieren sie einfach nix... Wie blind muß man eigentlich sein? Nein, ich will es lieber gar nicht wissen...&lt;br /&gt;
Genau genommen will ich gar nichts mehr wissen, nie mehr. Ich danke den Freunden, die ich habe (wenn sie dann auch tatsächlich Freunde sind...), für ihre Geduld und ihr Dasein... sie sind im Augenblick alles, was ich habe, was mich hält... und obwohl ich niemandem (!) vertraue, so klammere ich momentan so sehr an sie...&lt;br /&gt;
Ja, es ist das, was mich am Leben erhält - Petra und die Pferde, meine lieben Katzen und Kleintiere, Katja und Thomas. Und natürlich Aya, die ich gern mal persönlich kennenlernen würde...&lt;br /&gt;
Ich danke auch dafür, daß ich wieder zur Schule gehe, und hoffe, daß mir der Klassenzusammenhalt den notwendigen Halt gibt...&lt;br /&gt;
Den notwendigen Trost suche ich mir zur Zeit in Kraftgesängen, bei Bäumen, im Regen und vor allem im Klang meines Windspiels... wie sagt Harald immer so schön?: &quot;Mögen die Winde mit Dir sein...&quot; Danke, Harald!&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
Vielleicht begreife ich langsam, was ich an Geo fand und warum ich ihn so sehr vermisse... was er wohl macht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So... 14.15 Uhr... dann will ich mal Frühstücken...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Ich möchte es zerreißen. Aber es geht nicht. Es würde nichts ändern, denn das hier ist mein Leben. Wort für Wort. Es existiert - genau wie ich. und wird immer existieren - genau wie ich. Ob ich mich damit abfinden kann?... Nur wie?!&quot;</description>
    <dc:creator>Gänsekraut</dc:creator>
    <dc:subject>Ausgegraben - über Eltern und ihre Kinder</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Gänsekraut</dc:rights>
    <dc:date>2008-08-08T08:57:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://beweglich.twoday.net/stories/5110076/">
    <title>irgendwann im August 2001 - Wie alles begann...</title>
    <link>http://beweglich.twoday.net/stories/5110076/</link>
    <description>&quot;Am Montag, den 06.08.2001 erreichte ich endlich einmal telefonisch Daniel. Wir unterhielten uns über alles mögliche, so auch darüber, was ich momentan so treibe. Ich erzählte ihm von meinem Traum, das Abitur in der Abendschule nachzumachen, genau wie er es getan hatte. Er erzählte mir darüber (daß es kein Geld kostet, daß der Unterricht zwischen 17.00 und 22.00 Uhr ablaufen würde, was es für Fächer gibt usw.), und dann sagte ich ihm noch, daß ich vorher gerne (oder vielleicht auch hinterher) noch das Fremdsprachensekretariat wieder aufnehmen würde. Sein Kommentar: &quot;Na dann aber hopp hopp...&quot;&lt;br /&gt;
(Ich liebe es, wenn er diese Tonart anschlägt, mit der er mich wirklich zu allem befähigt - er weiß, mir Beine zu machen... Ein Jammer eigentlich, daß wir so verdammt wenig miteinander zu tun haben... *g*)&lt;br /&gt;
Dann legten wir auf, weil Olli kam. &lt;br /&gt;
Am Dienstag rief ich bei der Goetheschule an, um mich über das Abendgymnasium zu informieren. &quot;...Tja, also, Sie brauchen, da wir eine Schule für berufstätige Leute sind, entweder drei Jahre durchgehend Berufserfahrung oder eine abgeschlossene Berufsausbildung&quot;, sagte die Dame am Telefon.&lt;br /&gt;
Also war die Reihenfolge klar. Und obwohl ich wußte, daß die Schule schon längst wieder angefangen hatte, brachte mich irgend etwas dazu, an diesem Tag die F.-L.-Schule anzurufen. &lt;br /&gt;
Ich erzählte mein Problem, warum ich die Schule damals abbrechen mußte (meine Mutter wollte, daß ich eine andere Ausbildung mache...) und daß ich diese Sorge jetzt nicht mehr hätte (was natürlich halb gelogen war - aber ich WOLLTE diese Ausbildung!). Das Sekretariat sagte mir, ich solle später noch einmal anrufen und mit einer Frau F. sprechen; sie sei die Zweigleiterin. Das tat ich dann auch. &quot;...Eigentlich nehmen wir nur noch Schüler bis 21 auf... (ich war fast 23...) Aber ich will mal mit Ihrer ehemaligen Klassenlehrerin sprechen und zählen, ob wir noch einen Platz frei haben... rufen Sie mich doch bitte am Donnerstag nochmal an!&quot;&lt;br /&gt;
Gehofft und gemacht. Am Donnerstag sagte sie: &quot;Ja, also Sie haben ja damals viel gefehlt... aber wir wären gewillt, Ihnen da noch eine Chance zu geben. Kommen Sie nur so bald wie möglich vorbei, damit Sie nicht noch mehr verpassen...&quot;&lt;br /&gt;
JUCHU! *freufreufreu*... und zur gleichen Zeit: Scheiße, jetzt ist es so weit, das bedeutet Klage gegen die Eltern... (ich werde wohl nicht vergessen, wie ich mich in diesem Augenblick fühlte.)&lt;br /&gt;
Also trat ich am Freitag, den 10.08.2001 pünktlich um 8.00 Uhr meinen ersten Schultag an, regelte im Sekretariat den Papierkram und ging in den Unterricht.&lt;br /&gt;
Am Nachmittag rief ich dann meine Eltern an, und sagte ihnen, ich hätte nun wieder einen Ausbildungsplatz auf der F.-L.-Schule, als letzte Chance, und wir müßten uns &apos;mal, recht bald bitte, über das Finanzielle unterhalten. Nun, ich solle halt heute Abend (also Freitag) gegen 19.30 bwz. 20.00 Uhr vorbei kommen.&lt;br /&gt;
Meine vorherige Reitstunde war miserabel...&lt;br /&gt;
19.45 Uhr war ich da.&lt;br /&gt;
In den ersten Minuten diskutierten wir viel, dann immer weniger. Der Grund: Vorwürfe seitens meiner Eltern (&quot;na und, wir mußten auch arbeiten&quot;... &quot;wieso sagst Du uns das jetzt erst&quot;... usw.) und eine maximale Einigung auf einen Betrag von 500 DM inklusive Kindergeld... aber das sei schon mordsschwierig. (Meine Eltern sind beide langjährige Beamte bei einem gewissen Telekommunikationsunternehmen...)&lt;br /&gt;
Ich sagte entschieden nein, das sei zu wenig. Aber sie meinten dann, ich könne ja mal meine Großeltern fragen, ob die mir nicht noch etwas dazu geben wollten. Gut fand ich das nicht. Meine letzte Variante war dann, daß ich sagte: &quot;Sagen wir mal, es kommt zu einer Einigung. Wäre es dann möglich, darüber etwas schriftlich festzuhalten?&quot; ...Wohl weißlich, daß die Launen meiner Mutter wechseln wie das Wetter, und daß ich aufgrund dessen nie wirklich auf das vertrauen konnte, was meine Mutter sagte (vor allem auf zwischenmenschliche Angelegenheiten bezogen!). Daraufhin tickte meine Mutter ganz aus - sie war wütend und schrie. Was das denn solle, fragte sie, und es sei ja wohl Ehrensache, ich hätte immer als erster mein Geld bekommen (&lt;- ?!... kann ich nicht genau sagen... mag sein... aber es gab genug andere Sachen, in denen sie ihre Meinung prompt wechselte, wie kann ich mir da so sicher sein, daß das nicht in diesem Punkt in Zukunft auch passiert?!), ich hätte ja kein Vertrauen (stimmt...!), sie fände das unmöglich und sie würde sich von dem Brief von Weihnachten verarscht fühlen (ich hatte ihr geschrieben, dass ich mich irgendwie nicht gewollt fühle...). Sie könne sich jedenfalls nicht mehr für mich aufgeben.... (daß das umgedreht genauso ist, versteht sie wohl irgendwie nicht.)&lt;br /&gt;
Um 22.45 Uhr klingelte dann Thomas an der Tür und traf auf eisernes Schweigen. Ich sagte dann, wir sollten gehen. &lt;br /&gt;
Mein Vater an der Tür, mit Tränen in den Augen, meinte, ob es nicht auch anders hätte verlaufen können. Ich sagte ihm, ich habe das jahrelang probiert, probiert, diese Familie zu retten. Aber es geht so nicht. Ebenfalls Tränen in den Augen, drehte ich mich um und ging.&lt;br /&gt;
In diesem Moment tat mein Vater mir sehr Leid, doch das sollte sich bald ändern.&lt;br /&gt;
Am nächsten Tag entschied ich mich dazu, meine Eltern anzurufen und ihnen zu sagen, ich würde mich auf Tarifverhandlungen mit meinen Großeltern (mütterlicherseits; väterlicherseits gab es keine mehr) einlassen, aber im Falle eines einzigen Zahlungsverzuges sofort ohne jeden Kommentar mir einen Anwalt suchen. Sie freuten sich hörbar... dann hatte ich meinen Vater an der Strippe. Er meinte, sie (meine Eltern) hätten Existenzängste (!!), und ob es ir denn nicht genügen würde, daß ich die 18 Jahre bei ihnen hätte genießen können - meine Mutter hätte mich ja neun Monate in ihrem Bauch getragen, gehegt und gepflegt (körperlich vielleicht... aber seelisch?...), und sie hätten mir ja schließlich das Laufen und Sprechen beigebracht, obwohl sie mich hätten auf dem Flohmarkt verkaufen können. Kurzum: Es sei kein Platz in dieser - materiellen - Welt für uns drei...&lt;br /&gt;
Dankeschön Papa... somit war auch das Vertrauen in Dich und das Mitleid mit Dir dahin.&lt;br /&gt;
Dennoch fuhr ich am Dienstag, den 14.08.2001 zu meiner Oma nach L.. Wir unterhielten uns über ein paar Sachen - nicht über alles; den Streit mit meinen Eltern ließ ich erstmal aus. Mein Onkel kam dann hinzu, fragte dann konkreter nach, ob meine Eltern denn zahlungswillig seien, und daß, wenn wir uns so nicht einigen könnten, ich doch zum Anwalt gehen könnte. Meine Oma: &quot;Ja, das würd&apos; ich auch machen...&quot;&lt;br /&gt;
Himmel, wenn ich das früher gewußt hätte, daß die so darüber denken... Dann hätte ich diese Geschichte schon vor drei Jahren durchgezogen... Somit war die Sache klar. &lt;br /&gt;
In dieser Woche (am Freitag) besuchten wir (Thomas und ich) dann noch meinen Opa in der Ayurveda-Klinik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb dieser Woche rief ich dann auch eine Anwältin an... Gelbe Seiten auf... Rechtsanwälte Familienrecht... und Intuition. So kam ich dann auf N. C.. Wie sich später herausstellte, eine sehr, sehr nette, menschliche, agile, hübsche Anwältin. Goldrichtig gewählt (danke, Intuition...).&lt;br /&gt;
Für Montag Nachmittag bekam ich dann einen Termin. für diesen Termin schrieb ich einen vier-Seiten-Werdegang (oder waren es sechs?...), in dem das Wesentliche stand, und suchte sämtliche Unterlagen zusammen, die die Richtigkeit der Sachlage belegen konnten.&lt;br /&gt;
(Später kam dann noch der Bafög-Antrag, oder besser: eine Kopie davon, hinzu, die ich mir Dank Blitzeinfall und guter Aktensortierung der Stadt beim Sozi persönlich abholen konnte; geschehen am 27.08.2001.)&lt;br /&gt;
Thomas kam zum ersten Termin mit hinein zu ihr, und wie ich schon sagte, war sie auf Anhieb sehr sympathisch. Sie hörte sich die Sache an und übernahm das Mandat...&lt;br /&gt;
Glücklicherweise hatte Thomas in meinem Auftrag am Montag zuvor beim Landgericht einen Beratungshilfeschein besorgt (auf Anraten des Kinderschutzbundes, mit dem ich am 10.08.2001 recht aufgewühlt telefonierte, um mich zu informieren und meinen Seelenballast loszuwerden), und somit stand der ganzen Geschichte nichts mehr im Wege. &lt;br /&gt;
Das Schicksal nahm seinen Lauf... endlich.&quot;</description>
    <dc:creator>Gänsekraut</dc:creator>
    <dc:subject>Ausgegraben - über Eltern und ihre Kinder</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Gänsekraut</dc:rights>
    <dc:date>2008-08-07T14:42:00Z</dc:date>
  </item>


<textinput rdf:about="http://beweglich.twoday.net/search">
   <title>find</title>
   <description>Search this site:</description>
   <name>q</name>
   <link>http://beweglich.twoday.net/search</link>
</textinput>


</rdf:RDF>
