Mittwoch, 3. September 2008

Juhu!

Heute - nach zweieinhalb Jahren - mal wieder bei meiner Gynäkologin gewesen... Ultraschall gleich mit machen lassen, da ich vor acht Jahren mal Zysten in der Größe von Tischtennisbällen hatte (ich habe dann - man höre und staune - homöopathisch und pyhtotherapeutisch behandelt, und nach fünf Jahren war davon NICHTS mehr da...!).

Ergebnis: Alles super!! :o)

Allerdings.... der sogenannte "Weißkittelhochdruck" hat mir zu schaffen gemacht:

Puls: 60
Blutdruck: 147:78. (Boah!)

Dienstag, 2. September 2008

...

...Manche Menschen sind eben belastbarer als andere.




Und manche brechen einfach nur später zusammen.

"nur" geträumt

Ich habe heute Nacht geträumt, dass unser lieber Nach- und bald ja Vormieter während unserer Abwesenheit überall in der Wohnung Kameras installiert hat und die Fotos an Zeitungen verkauft hat. Und dann hat er uns mit Anrufen terrorisiert... irgendwie gruselig.

Montag, 1. September 2008

wenn einer eine Reise tut

Wir waren am Wochenende in Schwerin... und vorher in Dessau. Der Schwiegervater hatte 50. Geburtstag, und er hatte sich überlegt, das in Schwerin zu feiern. Wieso? Weiß keiner. Wohnen tut er nämlich viel näher, und er kommt auch nicht aus Schwerin. Aber bitte, er wollte das halt so. Und weil die Großeltern von meinem Mann in - indirekt - auf halbem Weg wohnen, haben wir die unterwegs "eingesammelt". Das heißt: Wir sind am Samstag nach D. gefahren. Drei Stunden Fahrzeit. Dort wurden wir zum Italiener eingeladen. Anschließend haben wir in einer _Absteige_ übernachtet, die ich NIEMANDEM empfehlen würde: Ein Etap-Hotel. Furchtbar, was da für Gesox herumlief... ich meine wirklich die Art von Menschen, bei denen man sein Hab und Gut noch fester hält, und mit denen man nichts zu tun haben möchte. Und ich bin schon sehr tolerant.
Dann war's total idyllisch, so an einer Autobahnauffahrt. Wer Nachts ein offenes Fenster braucht, wird es lieben. Den Wecker hört man daneben kaum noch. Und achja, Nichtraucherzimmer sind im dritten Stock, und direkt unter dem Fenster ist Rauchertreffpunkt. Weil Rauch sich nämlich immer am Boden aufhält und nicht nach oben steigt.
Die "Nasszelle" besteht aus einer Plastikdusche und einem Klo, das den Namen nicht verdient. Es ist eine Plastikschüssel, die an der Wand hängt und nicht einmal einen Deckel hat. Und wenn Du Dir nach dem Klogang die Hände waschen willst, tust Du das entweder unter der Dusche (das ganze Klo steht dann unter Wasser), oder aber du verlässt die "Nasszelle" und gehst ans Waschbecken, das in der anderen Ecke des Zimmers hängt. (Ignaz Semmelweis wäre hoch erfreut...)
Der Clou kommt aber erst noch: Es gibt keine Zimmerschlüssel und auch keine Chipkarte. Nein, Du bekommst beim Einchecken eine Nummer mitgeteilt, die auf Deiner Rechnung steht und mit der Du in Dein Zimmer kommst, und wenn einer neben Dir steht, bekommt der die Nummer auch gleich mit. Es kann also Hunz und Kunz in Dein Zimmer, egal wann.
Über die Zimmerhygiene brauchen wir nicht zu reden.... ich glaube, da hat schon ewig niemand mehr Staub gesaugt. Wäre es nicht schon abends um 10 gewesen, und hätten wir nicht bereits bezahlt (das macht man da nämlich per Vorkasse), wäre ich auf der Stelle in die Jugendherberge gegangen.......
Die Schwiegereltern stehen total auf Etap-Hotels. Bei dem Wort "Jugendherberge" verziehen sie das Gesicht und erzählen davon, dass sie nicht gern in einem Schlafsaal (!!) übernachten wollen......
An dieser Stelle die Aufforderung an alle, die öfter reisen: Probiert es aus, Jugendherbergen sind wirklich toll!
Tja, am Sonntag sind wir dann um halb neun nach Schwerin gefahren - wieder drei Stunden Autofahrt. Dort haben wir zu Mittag gegessen, Kaffee getrunken und uns für eine Stunde ein Ruderboot gemietet (mein Mann und ich, um dem Familienstress für ein paar Minuten zu entkommen....).
Dann sind wir wieder drei Stunden nach D. gefahren, und dann weitere drei Stunden nach Kassel. Ihr seht, es war ein wirklich SEHR erholsames Wochenende, und auch gar keine Autotortour.
NIE WIEDER!
(Schwiegermama wird im November 50...)

Donnerstag, 14. August 2008

Papabeziehungen

Gestern hatte ich ein Papa-Telefonat. Papa-Telefonate sind - zumindest bei mir seit einigen Jahren - immer aufbauend. Ich kann ihm (fast) alles erzählen, er hört mir zu, macht mir Mut, sagt mir, dass er mich lieb hat (!) und bringt mich zum Lachen. Doch ganz so einfach ist die Beziehung zu meinem Papa dann doch nicht - schwingen doch so viele Facetten in unserer Kommunikation mit. Das eine muss ich ihm lassen: Er macht mir keine Vorwürfe (wie auch ich ihm nicht), sondern zeigt sich eher betroffen, bekommt erst so ein komisches Lachen, schluckt dann aber, wenn er merkt, dass mich gewisse Sachen doch mehr mitgenommen haben, als er sich bislang bewusst war.
Vor einem guten halben Jahr ereignete es sich, dass meine Mutter in eine andere Stadt zog, und mein Vater sich das etwa fünfzehn Jahre zuvor gemeinsam erbaute Haus zurückeroberte. Er war kaum zwei Wochen wieder drin, da klingelte die Kripo bei ihm an der Tür: "Guten Tag, wir haben hier einen Durchsuchungsbefehl... es geht um Kinderpornografie..." Mein Vater war natürlich, wie auch ich, total platt. Bitte was?! Nun, sie nahmen alles, einschließlich des Dienstlaptops meines Vaters, mit, und mein Vater hatte seinem Chef erstmal einiges zu erklären. Es war klar, dass mein Vater es nicht gewesen sein konnte; es drehte sich um einen Zeitraum, der bereits ein Jahr her war (...brauchen die wirklich SO lange, bis die da aktiv werden? Hammer....), und mein Vater war nachweislich nicht im Haus. Doch das muss man erstmal den Leuten weismachen.
Des Rätsels Lösung: Als meine Mutter meinen Vater aus dem Haus geschmissen hatte, musste mein Vater seinen Rechner im Haus lassen.... nicht zuletzt deshalb, damit meine Mutter weiter "sämtliche Überweisungen für das Haus und so weiter" tätigen konnte. Das heißt, sie hatte natürlich auch sämtliche Kennungen und Passwörter meines Vaters. Statt die allerdings für sich zu behalten, hat sie sie ihren dubiosen "Freunden", die sie sich zum Hausen mit eingeladen hatte, weitergegeben. Und die haben dann ebendiese Kennung für Kinderpornografie missbraucht.
Ist das nicht widerlich??! Noch viel widerlicher ist mir der Gedanke, dass der tolle "Freund" meiner Mutter selbst zwei Jungs im Alter von etwa 12 Jahren hat... Ich mag da gar nicht weiterdenken.
Wie auch immer, ich redete auf meinen Vater ein, dass er umgehend seine Kennungen sperren lassen müsse... spätestens jetzt! Sein Kommentar: "Meinst Du wirklich? Aber Deine Mutter..." - "Scheiß auf meine Mutter, es ist Dein Hintern, der bereits mit einem Bein im Gefängnis steht!!!" - "Ja, da hast Du wohl Recht. Dann werde ich mir eine neue Kennung geben lassen, und wem ich die dann weitergebe, muss ich mir noch überlegen..." - "Wie denn, wem Du die dann weitergibst?? Du gibst sie NIEMANDEM, Du kannst den Leuten immer nur VOR den Kopf gucken..."
Gleichzeitig fühle ich mich also ein bisschen, als müsste ich auf meinen Papa aufpassen. Er hat eine, wie ich finde, gute Frau an seiner Seite, und die beiden meistern das Leben ziemlich gut zusammen. Es ist klar, dass man viele Sachen erst wieder lernen muss, wenn man sich jahrelang mit Alkohol vor dem Rechner verschanzt hat und vom "echten Leben" nix mitbekommen hat. Aber ZU naiv sollte man dann auch nicht sein..... erst recht nicht, wenn es Kreaturen in der eigenen Umgebung gibt, die echt ausgeschlafen zu sein scheinen.

Seine Sachen hat er bereits allesamt wieder. So ist die Sache für ihn zumindest ausgestanden.

Mittwoch, 13. August 2008

kalte Dusche

Unser Vermieter hatte eine tolle Idee: Solaranlagen auf dem Dach werden ja gefördert, also schmeißen wir doch den alten Heizkessel raus und erneuern die Anlage.
So geschehen vor einigen Wochen, als es draußen schön warm war und der Monteur auf unserem Dach schwitzen durfte.
Jetzt stellte sich heraus: Der Monteur und sein Azubi haben wohl mit der Umwälzpumpe was falsch gemacht, das bedeutet konkret: Das Wasser ist so warm wie die Sonne es eben gemacht hat...

Also, bitte, wir brauchen Sonne, viiieeel Sonne. Am besten 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr....

So geht's ja nun nicht.

Montag, 11. August 2008

Alte Kamellen

Das erste, zarte Kennenlernen: "Du scheinst intelligent und interessant zu sein, bei dem, wie Du so schreibst", schreibt er. Nach einigem Hin und Her dann die - typische - Frage: "Wie siehst Du denn aus?" Ich weiche aus, wissend, dass ich ohnehin sonstwas schreiben könnte und es nie dazu führen würde, dass derjenige ein auch nur halbwegs der Realität entsprechendes Bild von mir in seinem Kopf entstehen lassen könnte.
(Es ist nun mal so: blaue Augen, blonde, schulterlange, lockige Haare...)
Dann also die Entscheidung, ihn ein Foto betrachten zu lassen. Ergebnis: Wortkargheit. Irgendwann: "Ja, also, ich muss jetzt weg..."

Ich weiß wirklich nicht, was fünfundzwanzig Kilo "zu viel" auf den Hüften damit zu tun haben, dass man miteinander chattet oder e-mailt; vielleicht auch ein bisschen flirtet. Das nächste Mal zeige ich ihm einfach ein Foto von Claudia Schiffer. Vielleicht merkt Mann es ja nicht einmal.
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...auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man etwas schönes bauen...

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