Gänsekraut - 22. Mrz, 19:29
Gänsekraut - 12. Jan, 16:14
"Your eye is on the sparrow... Lord I know you're watchin' over me... Thy will be done..."
Warum macht mich das immer so traurig? Warum heule ich immer auf Friedhöfen, suche sie aber regelmäßig auf? Warum würde ich am liebsten an Klostermauern wohnen? Warum habe ich immer das Gefühl, am Rockzipfel eines Pfarrers hängen zu müssen?...
Und warum mache ich mir Gedanken darüber, ob ein Plakat oder eine Hose auch eine Seele und / oder einen eigenen Willen haben, und ob sie sich entscheiden können, irgendwann "zu gehen"?
Ich will nach Hause.
*s-e-u-f-z*
Gänsekraut - 16. Nov, 15:57
Am 13.10., also vor genau einer Woche, war die letzte HP-Prüfung. Ich hab' sie mir bei Kreawi heruntergeladen und vor zwei Tagen spät abends, als ich noch nebenher andere Sachen am Rechner zu tun hatte, mal eben gemacht.
Und ich hätte sie bestanden.
Dabei hab' ich den ganzen Kram jetzt seit zwei Monaten nicht mehr angeguckt.
Gänsekraut - 20. Okt, 16:27
Tja, so lange ist es nun her, dass ich hier etwas geschrieben habe... aufgeben möchte ich meinen Blog deshalb noch lange nicht. Nein, ganz im Gegenteil.
T.K. hat mich gestern darauf aufmerksam gemacht, dass er meinen Blog gefunden hat - nun überlege ich, ihn umzubenennen. Es steckte einiges an Arbeit drin, und ich glaub, so schnell würde ich das nicht wieder so schön hinbekommen...
Übrigens: Mein Mann und ich haben uns wieder angenähert. Wir haben neue, gemeinsame (!) Ziele definieren können, und planen im nächsten Jahr, unsere Fühler tatsächlich Richtung Amerika (Auswandern!) auszustrecken. *freu*
Meinen HP-Schein habe ich erstmal an den Nagel gehängt, nachdem wieder 85 % - inklusive mir - durchgefallen sind. Ich arbeite noch immer in der Schule und in der Nachhilfe, und nachdem wir im April diesen Jahres in unserem Chor die Aussieb-Audition bestanden haben, macht es uns auch da wieder großen Spaß. (Von über 60 Leuten sind jetzt noch 26 übrig...)
Mit meinem Papa und dessen Freundin hab ich regen Kontakt, alles prima... meine Mutter ist irgendwo im Norden verschollen, versteckt sich weiterhin hinter einer Postfachadresse und erweckt in mir weder das Bedürfnis, mit ihr sprechen oder sie sehen zu wollen, noch hat sie die Macht über mich, Bauchgrummeln und Durchfall zu erzeugen, wenn ich auch nur an sie denke. Ich glaube also, auf einem guten Weg zu sein.
Bei der Gelegenheit fällt mir ein, dass ich die Gespräche mit meiner Psychotante auch schon seit einem Jahr nicht mehr benötige. :)
(Dafür müsste ich demnächst mal zum Zahnarzt... Ich glaub' ich hab' da ein kleines Loch - und ich weiß, was ich will: eine Goldhämmerfüllung, und nix anderes!)
Das Harfespielen pausiert im Moment; mir fehlt irgendwie die Lust. Die steckt wohl zu 200 % im Gesang.
Im Urlaub war ich auch inzwischen mal, auch wenn es die Grenzen Deutschlands nicht überschritten hat. Und wir waren im Heidepark - zum ersten Mal in meinem Leben. *Nochmal!* :o)
Warum fusselt meine Miezekatze immer so?...
Gänsekraut - 15. Okt, 14:33
Nun sind einige Wochen seit dem Tod von Michael Jackson vergangen. Ich habe inzwischen (zweimal!) den Film gesehen, und mein Mann war zwischenzeitlich eine Woche auf Fortbildung.
Das Ergebnis: Ich überdenke mein Leben, meine Ziele. Krisen hatten wir schon immer, und ich habe immer wieder eingelenkt, gedacht: "Es wird schon besser werden." Oder: "Was soll ich denn schon anderes machen?" Oder: "Wir hängen eh allein schon wirtschaftlich so zusammen, dass eine Trennung sehr schwierig wäre und schwerwiegende Konsequenzen hätte."
In der Woche, als mein Mann auf Fortbildung war und ich den Film gesehen habe, ist mir eigentlich eines glockenklar geworden: Mir ist meine Zeit VIEL zu kostbar, um sie mit Warten und Hoffen auf "bessere" Zeiten zu verbringen. Wenn ich mich nicht bewege, wird sich hier gar nichts bewegen.
"Who are tey? It's us!"
Mein Mann wird im selben Haus wohnen bleiben, aber diese Woche in eine eigene Wohnung ziehen. Das macht mich sehr traurig, denn ich möchte mich nicht von ihm trennen. Aber ich möchte mich von so vielen Dingen trennen, die zwischen uns stehen.
Ob es funktioniert, weiß ich nicht, aber ich weiß, dass ich mich trotz der Trauer wie ein Gefäß fühle, das sich nach und nach wieder füllt. Ich kann meine Kraft wieder für mich einsetzen. Ich beginne gerade, meine alten (verloren gegangenen) Ziele wieder neu zu entdecken, zu definieren, und zu erobern.
Und das ist - gerade jetzt - total wichtig, denn bald steht die HP-Prüfung an, und ich will diesen verdammten Schein jetzt endlich haben.
Pläne für danach habe ich bereits.
Gänsekraut - 9. Nov, 18:49
Ich sitze am Hafen auf einer Bank. Ich bin im Urlaub und genieße die Sonne. Ich sehe Kindern zu, die in Badehosen am Wasser herumtollen und ins kühle Nass springen.
Und auf einmal wünsche ich mir, auch Kind von Eltern zu sein, die ein Boot haben. Auch am Wasser aufgewachsen zu sein... es macht mich beinahe melancholisch.
Da fällt mir eine Gegebenheit ein, bei der mein Mann zu meinem Vater sagte: "Deine Tochter hat eben das gleiche gesagt - man merkt, dass es Deine Tochter ist."
Und ich denke jetzt: Ich bin wohl auch Tochter meiner Mutter (die ja jetzt - wahrscheinlich - auf einem Hausboot wohnt).
Gänsekraut - 16. Aug, 11:38
Nobody has influenced me more than this man.
Ja, auch ich habe meine Geschichte mit Michael Jackson.
Mit dreizehn oder vierzehn ungefähr, da verließ ich auf einmal den Pfad der New Kids und wurde zum Michael Jackson - Fan. Ich hatte ein Dachgeschosszimmer voll mit Postern, viele CDs (immer nur Alben; Singles fand ich doof), und natürlich habe ich auch Michael Jackson videoweise nachgetanzt. Allen voran Moonwalk und Dirty Diana. Dabei wurden Uropas Hut, Papas Jackett und so einige Pflaster aus der Hausapotheke Teil meiner Kostümierung.
Wer aber glaubt, ich hätte irgendwie fanatisch gesammelt, was zu kriegen war, oder hätte versucht, auf eines seiner Konzerte zu kommen, - weit gefehlt. Da meine Eltern sich ja nicht sonderlich für mich interessierten, der Großteil meiner restlichen Familie eh schon verstorben war und ich eigentlich nur eine Freundin hatte, wurden die Poster mir zum Eltern- und Freundesersatz. Michael Jachsons Moral war meine Moral, und Michael Jackson war mein Kummerkasten. Ich "sprach" mit ihm, ich schrieb ihm Briefe - natürlich, und das war wohl einer der positivsten Nebeneffekte, auf Englisch. Ich übersetzte mir seine Lieder und lernte nicht nur in der Schule, sondern auch privat Englisch - wenngleich das natürlich zu mancherlei Diskrepanzen in Aussprache oder Wortwahl führte.
So what?! Heute bin ich Englischlehrerin!
Auch ich hatte vor, irgendwannn irgendwie von zu Hause wegzulaufen, und Michael Jackson war dabei mein oberstes Ziel. Er würde schon mich aufnehmen, für mich sorgen. Ich war (und bin) ja schließlich nicht hinter seinem Geld her, war (und bin) kein Groupie, war (und bin) nicht irgendwie machtgierig - nein, ich wollte ihn einfach ganz privat erleben, einfach nur bei ihm sein, Teil dessen sein, was von ihm umsorgt wird.
Eines Tages, von einer Minute auf die andere (ich war mittlerweile siebzehn), kam ich wieder in mein Dachgeschosszimmer und dachte wirklich: Boah, ich kann's nicht mehr sehen. Und dann riss ich alle Poster von den Wänden und verschleuderte die CDs.
Seit dem hat man zwar immer mal wieder am Rande was von MJ mitbekommen, aber die intensive Phase war wohl vorbei.
Und dann das. Die Nachricht: Michael Jackson ist tot. Bumms. Wie ein Brett vor den Kopf... und auf einmal war alles wieder da: die Erinnerungen an früher, die Emotionen, die Wünsche. Und mir wurde klar, dass ihn einmal privat erleben zu wollen und ihn außerdem einmal live on stage sehen zu wollen Wünsche sind, die aus der damaligen Zeit geblieben sind. Once a person has a certain state in your heart, you'll never stop loving him or her - no matter what he or she has done. Ich habe noch nie viel darauf gegeben, was die Nachrichten sagen - egal, ob es nun die Tagesschau oder irgendwelche VIP-Tratschnews sind. ("Sie sollten erstmal sehen, was DIE mit den Nachrichten machen." - Zitat aus The Game.)
In sofern werden wir vielleicht nie erfahren, wie MJ "wirklich" war, ob er "tatsächlich" tot ist und an was er "letztendlich" gestorben ist. Klar, ich habe mir gewünscht (wenn auch nicht geglaubt), dass er während der Trauerfeier einfach aus dem Sarg springt und sagt: Hey yo, da bin ich wieder. 'Cause this is thriller.....
War aber leider nicht so. Und so bleibt auch mir nur offenen und ehrlichen Herzens zu sagen:
Rest in peace, Michael. Wherever you are.
Gänsekraut - 14. Jul, 10:00